5 Fragen an... Drive Now/Car2Go

Die Planungen für den S- und U-Bahn-Anschluss in Lurup und Osdorf laufen auf Hochtouren. Und trotzdem ist mit keinem schnellen Ergebnis zu rechnen. Weil wir aber jetzt eine Verbesserung der Verkehrsanbindung brauchen, setze ich mich für kurzfristig umsetzbare Lösungen ein. Neben einer besseren Busanbindung können Carsharing- und Ridesharing-Angebote eine sinnvolle Zwischenlösung sein.

Um zu erfahren, wie weit die Planungen für Lurup und Osdorf bei den einzelnen Anbietern sind, habe ich ihnen einmal auf den Zahn gefühlt.


Welche konkreten Pläne hat DriveNow in Altona?

In den nächsten Monaten stocken wir unsere Flotte in Hamburg um weitere 100 BMW i3 auf. Somit erhöhen wir auch in Altona die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen. Außerdem arbeiten wir eng mit der Hochbahn zusammen, um mehr Carsharing-Parkplätze vor Ort zu schaffen.

Welche Zielgruppe hat für Sie in Altona das größte Wachstumspotential?

Grundsätzlich hat sich unsere Zielgruppe in den letzten Jahren stark gewandelt. Wir werden nicht mehr primär von jungen, technologie-affinen urbanen Hippstern genutzt, wie das in der Anfangszeit der Fall war. Wir erreichen zwischenzeitlich eine breite Zielgruppe – vom Studenten zum Rentner. Diesen Weg möchten wir weitergehen und möglichst alle erreichen, die auf das eigene Auto verzichten und auf alternative Mobilität setzen möchten. Ein Ziel ist sicherlich die weitere Erhöhung des Frauenanteils.  

Wie steht DriveNow zu Antriebstechnologien mit Wasserstoff?

Wir sind kein Automobilhersteller. Die Frage zukünftiger Antriebstechnologien stellt sich für unsere Mutterhäuser BMW und Daimler. 

Grundsätzlich verfolgen wir eine nachhaltige Strategie, diese wird alle zukünftig verfügbaren und nachhaltigen Antriebstechniken beinhalten.  

Was ist Ihre Vision für den Bezirk Altona in den nächsten fünf Jahren?

Wir verfolgen keine spezifische Vision für einzelne Bezirke. Grundsätzlich ist es unsere Zielsetzung, dass immer mehr Personen ihren privaten PKW aufgeben und Städte lebenswerter und nachhaltiger werden. Wir möchten, neben dem ÖPNV und anderen Mobilitätsoptionen, darauf hinwirken, dass es in Hamburg weniger Autos und damit weniger Staus, Parkdruck und Emissionen gibt und die Stadt lebenswerter wird.

Was wünschen Sie sich von der Hamburger Politik?

Wir haben mit der Stadt Hamburg schon viel vorangebracht, insbesondere im Bereich Elektromobilität. Grundsätzlich ist uns daran gelegen, weiter Maßnahmen einzuleiten, die nachhaltigere Mobilität und damit eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Wünschenswert wäre, wenn die Stadt Maßnahmen, die mit dem Carsharing-Gesetzt rechtskräftig ermöglicht wurden, konsequent umsetzt, beispielsweise die Einrichtung von Carsharing-Parkplätzen.