5 Fragen an... Moia

Die Planungen für den S- und U-Bahn-Anschluss in Lurup und Osdorf laufen auf Hochtouren. Und trotzdem ist mit keinem schnellen Ergebnis zu rechnen. Weil wir aber jetzt eine Verbesserung der Verkehrsanbindung brauchen, setze ich mich für kurzfristig umsetzbare Lösungen ein. Neben einer besseren Busanbindung können Carsharing- und Ridesharing-Angebote eine sinnvolle Zwischenlösung sein.

Um zu erfahren, wie weit die Planungen für Lurup und Osdorf bei den einzelnen Anbietern sind, habe ich ihnen mal auf den Zahn gefühlt.

 

Welche konkreten Pläne hat Moia in Altona, insbesondere in Lurup/Osdorf?

Bereits ab dem Start von MOIA im April sind weite Teile von Altona (Osdorf) im Bediengebiet von rund 200 Quadratkilometer enthalten. Ab September 2019 wird das Gebiet auf rund 300 Quadratkilometer erweitert. Dann wird auch Lurup enthalten sein. Die entsprechende Karte habe ich Ihnen im Anhang mitgeschickt.

 

Welche Zielgruppe hat für Sie in Altona das größte Wachstumspotential?

MOIA hat das Ziel, von breiten Bevölkerungsschichten genutzt werden zu können. Zugangsvoraussetzung ist lediglich ein Smartphone. Neben jungen Menschen, erwarten wir auf Basis der Erfahrungen in Hannover und je nach Tag und Uhrzeit ebenso Familien, Geschäftsleute sowie Personen mit speziellem Servicebedarf (Einkäufe, Arztbesuche etc.)

 

Wie steht Moia zu Antriebstechnologien mit Wasserstoff?

MOIA konzentriert sich derzeit ausschließlich auf den batterieelektrischen Antrieb.

 

Was ist Ihre Vision für den Bezirk Altona in den nächsten fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, eine verlässliche und hochrelevante Alltagsmobilität als Ergänzung zum ÖPNV und dem Taxi aufzubauen. Wir möchten, dass die Menschen ihre persönliche Mobilität nachhaltiger gestalten und an Stelle des eigenen Autos auf einen Mix aus ÖPNV, Taxi, Sharingdiensten und dem Fahrrad umsteigen. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit den Vertretern der Stadt.

 

Was wünschen Sie sich von der Hamburger Politik?

Wir arbeiten bereits sehr gut mit der Hamburger Politik zusammen und prüfen u.a. im Rahmen einer Begleitforschung gemeinsam die notwendigen Maßnahmen, um die Menschen von einer nachhaltigeren städtischen Mobilität zu überzeugen. Wir würden uns derzeit vor allem über Unterstützung auf bundespolitischer Ebene freuen, um das für Ridepooling optimale regulative Regelwerk zu bekommen. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen des PBefG ist ein langfristiges Engagement von MOIA unwahrscheinlich.